Was ist die Verhinderungspflege?
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In aller Regel kümmern sich nicht nur Pflegedienste um pflegebedürftige Menschen. Oftmals übernehmen auch Angehörige, Freunde oder Nachbarn einen (großen) Teil der Pflege. Doch was ist wenn diese Helfer einmal ausfallen? Zum Beispiel weil sie selbst erkrankt sind, weil sie in den Urlaub fahren, oder auch weil sie durch andere Verpflichtungen verhindert sind?

Für diese Fälle stellt die Pflegekasse allen Inhabern eines Pflegegrades das Budget der "Verhinderungspflege" zur Verfügung.

Das Budget der Verhinderungspflege beträgt 1.612,- Euro pro Jahr. Sie können dieses tageweise nutzen, zum Beispiel in stationären Einrichtungen, oder auch stundenweise bei Pflegediensten.

Das heißt Sie können, wenn eine Ihrer Pflegepersonen verhindert ist, stattdessen einen Pflegedienst beauftragen diese Leistungen zu übernehmen. Und wenn diese Einsätze über die Verhinderungspflege abgerechnet werden, wird Ihnen das nicht auf Ihr Pflegegeld oder Ihre Pflegesachleistungen angerechnet.

Das Budget der Verhinderungspflege lässt sich zudem noch erhöhen, indem Sie 50% des Kurzeitpflegebudget übertragen lassen. Damit erhöht sich das Budget der Verhinderungspflege um 806,- Euro auf dann stolze 2.418,- Euro.

Nutzen Sie diese Möglichkeiten, denn das Budget der Verhinderungspflege können Sie sich nicht auszahlen lassen.
Und spätestens zum 30.06. des Folgejahres verfällt Ihr Anspruch auf dieses Geld.

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