Kostenübernahme bei Fahrten zum Arzt
antwort


Die genauen Bedingungen für die Übernahme von Fahrkosten können von Krankenkasse zu Krankenkasse leicht variieren. Wir empfehlen Ihnen daher im Zweifel direkt mit Ihrer Krankenkasse Kontakt aufzunehmen. Die nun folgenden Infos stammen von der AOK.

Fahrkosten für die Fahrt zu einer ambulanten Behandlung können nur in besonderen medizinischen Ausnahmefällen und nur nach vorheriger Genehmigung der AOK übernommen werden. Diese Ausnahmen sind gegeben bei:
  • Fahrten zur Dialyse oder zur Strahlen- und Chemotherapie bei Krebserkrankungen.

  • Fahrten von Schwerbehinderten mit folgenden Kennzeichen im Schwerbehindertenausweis: „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos).

  • Fahrten von Versicherten,

    • die pflegebedürftig mit mindestens Pflegegrad 4 sind,

    • die bis zum bis zum 31. Dezember 2016 in die Pflegestufe 2 eingestuft waren und nun mindestens in den Pflegegrad 3 eingestuft sind,

    • die in den Pflegegrad 3 eingestuft sind und wegen dauerhafter Beeinträchtigung der Mobilität eine Beförderung benötigen.
Als Fahrkosten werden grundsätzlich die Kosten für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln übernommen. Können aus medizinischen Gründen öffentliche Verkehrsmittel nicht benutzt werden, muss das mit einem ärztlichen Attest bestätigt werden. In diesem Fall erstattet die AOK für eine Fahrt mit dem Pkw nach Bundesreisekostengesetz 20 Cent pro gefahrenen Kilometer. Die Kosten für eine Krankenfahrt mit einem Mietwagen oder einem Taxi werden übernommen, wenn aus medizinischen Gründen keine öffentlichen Verkehrsmittel und auch kein privates Fahrzeug genutzt werden können. Bei der Krankenbeförderung zur ambulanten Behandlung werden Hin- und Rückfahrt jeweils getrennt bewertet.

Zurück zur Übersicht